Ein neues Kapitel für die ACOSIM AG und SWISSFIX GmbH
Per 8. Mai 2026 durften Ranin und Karim Marey die ACOSIM AG und die SWISSFIX GmbH übernehmen.
Die ACOSIM AG ist kein gewöhnliches Unternehmen. Seit 1997 produziert sie Qualitätsmörtelsysteme für Naturstein und Pflasterbeläge, Produkte, die man zum Beispiel im Sechseläutenplatz in Zürich, beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe oder in historischen Altstädten in England wiederfindet. Ein Nischenprodukt von höchster Güte, europaweit gefragt, aufgebaut von einem Mann, der dieses Handwerk mit Passion und Unternehmergeist zu etwas Einzigartigem gemacht hat: Livio Coduri. Die SWISSFIX GmbH ergänzt das Angebot als Beratungs- und Expertisenbetrieb rund um Bau und Naturstein.
Vor 30 Jahren gewannen Livio Coduri und Lukas Ammann an der GaLaBau Nürnberg einen Innovationspreis für ein Mörtelsystem, das das Pflästerhandwerk verändert hat. Diese Geschichte weiterzuschreiben ist keine Transaktion. Das ist eine Verantwortung.
Mit Respekt vor der Vergangenheit und Freude auf die Zukunft möchten wir die Erfolgsgeschichte der ACOSIM AG weiterführen. Livio wird uns dabei mit seinem Wissen und seiner Jahrzehntelanger Erfahrung als Berater begleiten und wir freuen uns sehr darauf gemeinsam das Fundament für die Zukunft zu gestalten.
Was Livio Coduri, Ranin und Karim Marey zu diesem Schritt bewogen hat und was eine gelungene Nachfolge ausmacht, lesen Sie im nachfolgenden Interview.
Du hast die ACOSIM AG 1997 gegründet. Was war der Ausgangspunkt?
Livio Coduri: Die Idee entstand aus einer Notwendigkeit heraus. Gemeinsam mit Lukas Ammann hatten wir ein System zum Verfugen von Pflastersteinen entwickelt und patentiert, doch nach der Patentierung fehlten die Mittel, um ein eigenes Mörtelwerk aufzubauen. Eine Sitzung mit den damaligen Lizenznehmern brachte das nötige Kapital zusammen. Im Juli 1997 wurde die ACOSIM AG gegründet. Den ersten abgefüllten Sack haben wir 1998 verkauft.
Euer Mörtelsystem wurde 1996 an der GaLaBau Nürnberg als Innovation ausgezeichnet. Was bedeutete das damals?
Livio Coduri: Als ausführendes Pflästererunternehmen aus der Schweiz an einer internationalen Messe teilzunehmen, das war schon etwas ganz Grosses. Wir waren die Einzigen, die sich das damals getraut haben. Alle grossen Player im internationalen Mörtelgeschäft waren vor Ort. Und dann werden ausgerechnet wir, aus der kleinen Schweiz, mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Der Galaabend war pompös, aber was wirklich zählte: auf einen Schlag wurden wir in der Pfläster-Welt bekannt.
Wie ist das internationale Geschäft entstanden?
Livio Coduri: Über den Schweizerischen Pflästerermeister Verband. In den Jahren 2000 bis 2012 war ich im Vorstand tätig. In dieser Zeit wurden im DACH-Raum viele Seminare über den Aufbau und die Verfugung organisiert, ich bin mitgereist und durfte im Namen der ACOSIM über Patentierung, Produkte und Anwendung Vorträge halten. Wir haben uns früh für ein Vermarktungsprinzip entschieden, das langfristig und dauerhaft funktioniert. Selbst nach 30 Jahren werden unsere Produkte noch nach demselben Prinzip verkauft.
Woran hast du gemerkt, dass Ranin und Karim die richtigen Nachfolger sind?
Livio Coduri: (schmunzelt) Einerseits das Angebot. Man hat sofort gemerkt: die zwei verstehen etwas von Zahlen. Aber ausschlaggebend war ihr Leitsatz: «Mit Respekt vor der Vergangenheit und Freude auf die Zukunft.» Beim ersten Aufeinandertreffen bei der Werksbesichtigung hat sich das Bauchgefühl vollends bestätigt und das hat zu einer echten Win-Win-Situation geführt.
Was gibst du dem Unternehmen mit auf den Weg?
Livio Coduri: Hinter jedem Unternehmen stehen Menschen, die Entscheidungen treffen. Mögen es kluge sein. Es freut mich sehr, Ranin und Karim in die Geschicke der ACOSIM AG einführen zu dürfen. Let's rock.
Was hat euch von der ACOSIM AG überzeugt?
Ranin Marey: Wir entscheiden nach drei Kriterien: ein intelligentes Geschäftsmodell, die finanzielle Attraktivität und das Bauchgefühl. Letzteres ist nicht zu unterschätzen. Man muss beim Austausch mit dem Eigentümer, bei der Werksbesichtigung, bei jedem Gespräch spüren: ja, da hab ich Lust mich reinzuknien. Bei ACOSIM war das von Anfang an so.
Ihr habt im Jahr 2024 bereits ein anderes KMU übernommen, was verbindet die Firmen und was unterscheidet sie?
Ranin Marey: Beides sind Handwerksunternehmen mit hochgradiger Spezialisierung in einer Nische. Beide leben von Qualität, die nicht verhandelbar ist. Bei Elektroplanet verkaufen wir neben den Produkten auch die obligatorische Wartung, Innovation spielt bei den dortigen Produkten eine kleinere Rolle, weil fast alles durch Normen vorgegeben ist. Bei ACOSIM ist es umgekehrt: das Produkt selbst ist durch Innovation entstanden und lebt davon.
Was siehst du als grösste Chance für ACOSIM?
Karim Marey: Dass Qualität und Swiss Made künftig noch mehr wert sein werden. In einer schnellen, vernetzten Welt schätzen viele wieder ein Produkt, das einfach top ist und funktioniert, mit einem Kundenservice, den man versteht und der nah ist. Genau das ist ACOSIM.
Was ändert sich für das Team und was bleibt?
Karim Marey: Die bestehende Geschäftsführung bleibt vollständig im Amt. Wir schauen uns am Anfang alles genau an, mit frischen Augen sieht man Dinge, die man später als selbstverständlich ansieht. Ein paar Ideen haben wir schon, aber umsetzen werden wir erst, wenn wir die Abläufe im Detail verstanden haben.
Was bedeutet für euch eine gelungene Nachfolge?
Ranin und Karim Marey: Wenn nach all den Verhandlungen, Verträgen und Zahlen alle an einem Tisch sitzen und gemeinsam die besten Ideen für das Unternehmen entwickeln. Wenn nach ein paar Monaten alle denken: das war die richtige Entscheidung!
Mit Respekt vor der Vergangenheit und Freude auf die Zukunft.
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Ab 1. April 2020 hat die ACOSIM AG den Vertrieb von Werkzeugen der TAIANA Bauwerkzeuge GmbH übernommen.
Anfragen, Bestellungen nehmen wir gerne per Mail oder telefonisch entgegen.
info@acosim.ch
bestellungen@acosim.ch
Telefon +41 55 420 11 52
Ab 1. April 2020 hat die ACOSIM AG den Vertrieb von Wasserwaagen etc. der redbone produktion GmbH übernommen.
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